Das neueste vom Chor

Drei Sprachen,
Drei Epochen,
Drei geniale Komponisten

im Wintersemester bringen wir diesmal statt einem großen Oratorium drei sehr unterschiedliche Werke zur Aufführung, die aber doch eines gemeinsam haben: die Texte aus den Psalmen Davids.

  • Georg Friedrich Händel (1685-1759)
    "O be joyful" - Utrechter Jubilate HWV 279
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Vesperae solennes de Dominica KV 321
  • Leonard Bernstein (1918-1990)
    Chichester Psalms

Alle drei Werke waren Auftragskompositionen: Der spanische Erbfolgekrieg wurde 1713 durch den Friedensschluss von Utrecht beendet. Anlässlich der Friedensfeier im Juli 1713 in der Londoner St Paul’s Cathedral erhielt der junge Georg Friedrich Händel von Königin Anne den Auftrag zu einer besonderen Festmusik. Neben dem berühmten „Utrechter Te Deum“ entstand so das „Utrechter Jubilate“, eine Vertonung des 100. Psalmes, der in der Anglikanischen Liturgie seit jeher einen besondere Stellung einnimmt und natürlich in der Landessprache erklingt.

DLFDer Chor auf dem St. GeorgenhofSchon seit einiger Zeit wird im DLF - Deutschlandfunk der Chor der Woche präsentiert. Eine rund 4minütige Sendeung, in welcher Chöre landauf und landab vorgestellt werden. In der Sendung vom 19.07.2017 wurde nun unser Chor vorgestellt. Wurde auch Zeit, oder? ;-)

"Die Universität Tübingen ist eine der ältesten Hochschulen in Deutschland. 1477 gegründet, wird sie in diesem Jahr 540 Jahre alt. Auch der Chor der Katholischen Hochschulgemeinde hat bereits eine lange Tradition.

Vor über fünfzig Jahren gründete die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) der Universität Tübingen einen Chor - seitdem gehört er zum Tübinger Musikleben. Für die Singgemeinschaft teilt sich das Jahr in ein Winter- und ein Sommersemester...mehr"

Der Artikel ist auch als Podcast erhältlich. Oder den Beitrag hier direkt hören.

"canticum novum"

Europäische Psalmvertonungen aus 6 Jahrhunderten

Singet dem Herrn ein neues Lied. Wir werden im Sommersemester verschiedene Psalmvertonungen der Psalmen 96 und 98 so wie weitere Lob- und Dankespsalmen einstudieren. Die Stücke zeigen, wie vielfältig im Ausdruck die Komponisten ihrer Zeit diese umgesetzt haben. Von England über die Niederlande und Deutschland bis nach Schweden und Lithauen spannt sich dabei der geographische Bogen.

  • William Byrd,  „Sing joyfully”
  • Jan Pieterszoon Sweelinck, „Cantate Domino”
  • Heinrich Schütz, „Cantate Domino”
  • Felix Mendelssohn Bartholdy, „Jauchzet dem Herrn” op. 69,2
  • Fredrik Sixten, „Alleluia”
  • Vytautas Miškinis, „Jubilate Deo Nr. 2”
  • Kay Johannsen, „Laudate Dominum”
  • u.a.

Probenbeginn: Montag, 24.April 2017, 20:00 s.t. (ab 19:45 Notenverkauf) im KGZ
Wir haben eine FAQ ür neueinsteiger.

Ein neues Lied

Kirchenkonzert Peter Lorenz' Debüt mit dem Katholischen Hochschulchor in der Tübinger Johanneskirche.

Tübingen. Zum Ende des Wintersemesters legte Hartmut Dieter nach 35 Jahren den Taktstock nieder. Als einer der dienstältesten Dirigenten Tübingens hatte er den Chor der Katholischen Hochschulgemeinde über die längste Zeit seines 54-jährigen Bestehens geprägt. Im April übernahm Peter Lorenz die Leitung. Der ehemalige Rottenburger Domkantor trat 2015 auch schon die Nachfolge von Rolf Maier-Karius beim Südwestdeutschen Kammerchor an.

Mit einem anspruchsvollen A-cappella-Programm und einem kunstfertigen Zugriff begeisterte er die gut 150 Zuhörer am Donnerstag in St. Johannes. Lob- und Dankpsalmen aus sechs Jahrhunderten - nicht chronologisch geordnet, sondern kontrast- und beziehungsreich konstelliert, auch derselbe Psalmtext aus unterschiedlichen Zeiten und Klangperspektiven. Darunter die selten zu hörende Motette „Nun danket alle Gott" des Bach-Schwiegersohn Johann Christoph Altnikol.

Eine Letzte Sternstunde

Mit dem Brahms-Requiem nahm Chorleiter Hartmut Dieter nach 35 Jahren Abschied.

(aus dem Schwäbischen Tagblatt vom 07.02.2017)

Tübingen. 35 Jahre, 70 Semester, rund 100 Konzerte. Hartmut Dieter ist einer der dienstältesten Dirigenten Tübingens, ein Klangkünstler mit einer tief im Glauben und einer humanistischen Geisteshaltung verwurzelten Musikalität.

Von 1982 bis 2017 hat er den Chor der katholischen Hochschulgemeinde geleitet und — bei
all der Fluktuation eines studentischen Chors — eine frappierende Kontinuität geschaffen, einen unverwechselbaren und ganz eigenen Klang, eben den KHG-Chork-Klang. Rund und anmutig schön, noch im Fortissimo aus einem in sich ruhenden Pianissimo heraus aufgebaut; in nahezu unendlichen,
weitgespannten Bögen sich verströmend: mit einer überwältigenden sakralen Klang-Aura bei geistlichen Werken. Nun, mit seinem 70. Geburtstag, nimmt Hartmut Dieter Abschied. Über 900 Zuhörer füllten die Stiftskirche am Sonntag.