„Zu lang schon treten die Sterblichen sich gern aufs Haupt…
…Komm du nun, ersehnter Friede, komm und gib ein Bleiben im Leben, ein Herz uns wieder.“
(Friedrich Hölderlin, 1770-1843)

Chormusik aus 5 Jahrhunderten zum Thema Frieden

Werke von Orlando di Lasso, Magdalena Zimmermann, Johann Hermann Schein und anderen nach Texten von Friedrich Hölderlin, Mutter Theresa und dem alten Testament.

Die tiefe Sehnsucht nach dauerhaftem Frieden zwischen den Völkern, Volksgruppen, Religionen usw. und die scheinbare Unerreichbarkeit desselben durchzieht die Menschheitsgeschichte wie ein roter Faden. Natürlich hat sich diese Ambivalenz auch jahrhundertelang in Kunst, Dichtung und Musik niedergeschlagen.

Unser Programm im Sommersemester 2019 möchte einen kleinen Einblick geben in die reichhaltige Chormusik, die diese Thematik zum Inhalt hat unter dem besonderen Aspekt „innerer“ und „äußerer“ Friede:

„Doch vor allem sollt ihr sehen, dass es nie Frieden zwischen den Völkern geben kann, wenn nicht der erste Friede vorhanden ist, welcher (…) innerhalb der Menschenseele wohnt!"
(Hehaka Sapa (1863-1950) Schwarzer Elch)

Texte aus dem Alten Testament treffen dabei auf Worte von Friedrich Hölderlin und Mutter Theresa.

Vom Psalmtext „Was betrübst du dich meine Seele und bist so unruhig in mir…“ in frühbarocker Klangsprache von Johann Hermann Schein und im romantischen Gewand eines Felix Mendelssohn Bartholdy über die bekannte Motette „Verleih uns Frieden“ aus der „Geistlichen Chormusik“, die Heinrich Schütz 1648 unmittelbar zum Ende des 30-jährigen Krieges veröffentlicht hat, bis hin zu zeitgenössischen Werken reicht die musikalische Bandbreite dieses Programmes.

Herzliche Einladung!